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Dental Lexikon Praxis Berliner Bogen
Wie wird die Paradontitis in der Praxis Berliner Bogen behandelt?

1. Zunächst erhalten Sie in unserer Praxis umfangreiche Instruktionen und Motivationen für Ihre häusliche Mundhygiene, z.B. die richtige Zahnputztechnik, Anwendung von Zahnseide, Interdentalbürstchen und vieles mehr. Eine professionelle Zahnreinigung mit Entfernung weicher und harter Beläge durch unsere Dentalhygenikerin ist essentieller Bestandteil der Hygienephase.

2. Zum Abschluss der Hygienephase wird bei Vorliegen tiefer Taschen eine tiefe Wurzeloberflächenreinigung unter lokaler Betäubung durchgeführt.

3. Verbleiben nach der tiefen Wurzeloberflächenreinigung immer noch Taschen mit Restinfektionen, bieten sich parodontalchirurgische Maßnahmen an. Dabei erfolgt die Wurzeloberflächenreinigung unter Sicht und kann mit knochenregenerierenden Maßnahmen wie beispielsweise der regenerativen Behandlung mit Schmelz-Matrix-Proteinen, Knochenersatzmaterialien oder Membranen kombiniert werden.

4. Parodontalerkrankte und -therapierte Patienten benötigen eine engmaschige und regelmäßige Betreuung und Nachsorge. Deshalb empfehlen wir Ihnen im Abstand von 3 Monaten die regelmäßige Teilnahme an unseren Prophylaxesitzungen.

Wie entsteht eine Parodontitis?

Wird der weiche Zahnbelag (bakterielle Zahnplaque) nicht täglich entfernt, produzieren die im Zahnbelag wachsenden Bakterien giftige Stoffe, die im Bereich des Zahnfleisches eine Entzündungsreaktion auslösen. Ihr Zahnarzt spricht hier von der "Gingivitis" (Zahnfleischentzündung). Wenn die Zahnplaque zwischen Zahn und Zahnfleisch in die Tiefe vordringt, kommt es zu weitreichenden entzündlichen Veränderungen des Zahnhalteapparates. Die so entstehenden Zahnfleischtaschen können einige Millimeter tief werden. Ist zusätzlich noch der Kieferknochen von der Entzündung befallen, spricht man von der Parodontitis.

Stellt die Parodontitis eine Gefahr für meinen Allgemeinzustand dar?

Die aktuelle Literatur stuft die Parodontitis als einen Risikofaktor für eine Reihe von Allgemeinerkrankungen ein. So weisen Patienten mit einer Parodontitis ein höheres Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes mellitus und Atemwegserkrankungen auf. Es konnte auch in Studien gezeigt werden, dass parodontalerkrankte Mütter ein bis zu 7-mal höheres Risiko für Frühgeburten haben und untergewichtige Kinder gebären.

Gibt es Risikofaktoren, um an einr Parodontitis zu erkranken?

Neben der nicht ausreichenden Mundhygiene existieren eine Reihe von Risikofaktoren wie das Rauchen, Stress und Allgemeinerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Bluterkrankungen, HIV und genetische Erkrankungen, die die Parodontitis in ihrer Entstehung, Ausprägung und Verlauf negativ beeinflussen können.

Ist die Parodontitis übertragbar?

Etliche Studien konnten belegen, dass die Parodontitis im Sinne einer Infektionserkrankung von Partner zu Partner übertragen werden kann. Aus diesem Grunde empfehlen wir Ihnen auch Ihre/en Partner/in zwecks einer parodontologischen Untersuchung zu uns in die Praxis mitzubringen.

Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlungskosten für meine Parodontitisbehandlung?

Die Parodontitisbehandlung wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung beantragt und in der Regel auch genehmigt. Sind aber regenerative Maßnahmen vorgesehen, wie beispielsweise der Einsatz von Knochenersatzmaterialien, Schmelz-Matrix-Proteinen oder Membranen, sind diese privat abzurechnen. Privatversicherten empfehlen wir, in die Versicherungspolice zu schauen bzw. die Versicherung um Information zu bitten.

Was kann man machen, wenn das Zahnfleisch zurückgewichen ist, aber keine Zahnfleischentzündung oder Parodontitis besteht?

Häufig ergeben sich nach Abheilung einer Parodontitis oder aber auch durch eine zu starke Putztechnik freiliegende Zahnhälse, weil das Zahnfleisch zurückgegangen ist (Rezessionen). Hierbei wirken die Zähne nicht nur optisch länger, sondern es treten auch massive Empfindlichkeiten gegen Kälte und Wärme auf. In einigen Fällen kann mit Hilfe der Mukogingivalchirurgie eine Abdeckung der freiliegenden Zahnhälse mit Zahnfleisch erreicht werden.

Ist die Hygienephase bei der Parodontitisbehandlung wirklich notwendig?

Die Hygienephase ist ein essentieller Bestandteil der Parodontitisbehandlung und darf nicht ausgelassen werden. In ihr findet die Aufklärung über die pathologischen Vorgänge in der Mundhöhle, die Mundhygieneunterweisung und ständige Motivation sowie die professionelle Zahnreinigung statt. Sie ist einerseits wichtig um die Keimzahl zu reduzieren, andererseits wird nur durch die Hygienephase und die sich an die Parodontitisbehandlung anschließenden Recall-Sitzungen ein langzeitiger Erfolg der Parodontitisbehandlung gewährleistet.

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